Wie wichtig ist mir meine Privatsphäre?

Wie kann ich meine Daten verschlüsselt senden und warum sollte ich das überhaupt tun?

Unter anderem die Beantwortung  dieser Fragen stand im Fokus der Veranstaltung „Privatsphäre im Digitalen Zeitalter – Kann ich meine Daten schützen?“, zu der die JuLis Mannheim am vergangenen Sonntag, dem 27. April 2014 geladen hatten. Zur Leitung der Veranstaltung hatten sie ein dreiköpfiges Team erfahrener IT-Spezialisten an Bord geholt, die zunächst theoretisch in das Thema einführten.

Hierbei stellten sie mehrere Techniken vor um im modernen Informationszeitalter persönliche Daten und die Privatsphäre schützen zu können. Angesichts diverser Datendiebstahlvorfälle in der vergangenen Zeit ist ein Bewusstsein über diese Techniken unverzichtbar. Eine weitere von den IT-Experten vorgestellte Technik ist das Verschlüsseln von E-Mails. Dabei können Nutzer/-innen ihre E-Mails für Unbefugte unlesbar machen und damit ein Abfangen der E-Mails von dritter Seite verhindern. Diese Techniken wurde nicht nur theoretisch besprochen, sondern mit Hilfe der IT-Experten auch praktisch umgesetzt.

Die JuLi Vorsitzende Julia Klein betonte bei der Veranstaltung: „Es ist sehr wichtig, ein Bewusstsein über IT-Sicherheit zu stärken. In der heutigen Zeit muss die Privatsphäre nicht nur vor dem Staat, sondern auch vor großen marktbestimmenden Unternehmen verteidigt werden. Dazu wollen wir Hilfe anbieten.“

Als letzter Punkt der Veranstaltung stand ein Vortrag zum Thema Internet und soziale Netzwerke auf dem Programm. Beginnend bei den Anfängen des Internets mit dem Arpanet in den 60er Jahren erläuterten die IT-Experten dessen Entwicklung bis zu dem heute weltumspannenden Netzwerk mit mittlerweile annähernd drei Milliarden Nutzern. „Das Internet vergisst nichts. Einmal im Netz lassen sich Informationen nicht mehr löschen“, so das Fazit dieser Veranschaulichung. Für soziale Netzwerke gilt hier besondere Vorsicht, da die Nutzer/-innen dort nicht selten äußerst private Daten preisgeben; nicht nur über sich, sondern auch – im Falle von Facebook – über ihre „Freunde“. Ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten gelte insofern nicht nur für die eigenen, sondern auch für die anderer, so die Experten. Gemeinsam mit den Teilnehmer/-innen waren sie sich einig, dass das Bewusstsein dafür gesellschaftlich weiter gestärkt werden muss, unter anderem mit Hilfe von solchen Datenschutzveranstaltungen wie der vom vergangenen Sonntag. Nadine Mayer, Organisatorin und Mitglied im FDP-Ortsvorstand erklärte am Ende der Veranstaltung: „Wir wollen weiterhin für die Bürgerrechte eintreten. Deshalb wollen wir weitere Veranstaltungen zum Thema anbieten und stellen das Thema auch in die Öffentlichkeit. Kurz vor den Wahlen bauen die JuLis Mannheim deswegen ein „Gläsernes Haus“ in der Innenstadt auf. „