Demonstration für Grillfreiheit und eine offene Neckarwiese

Vom mittelmäßigen Wetter ließen sich die Mannheimer Jungen Liberalen um ihren Kreisvorsitzenden Emanuel Kollmann nicht unterkriegen. Einige liberale Mitstreiter hatten sich am vergangenen Samstag auf der Neckarwiese versammelt um ein Zeichen gegen ein Grillverbot zu setzen. Der Kreisvorsitzende Emanuel Kollmann erneuerte dabei seine Kritik an der geplanten Verbotspolitik: „Schritt für Schritt will man den Bürgerinnen und Bürgern die Nutzung der besten Grillplätze verbieten. Die Erfahrungen von den Rheinterrassen geben uns recht: Mit dem Grillverbot verschwinden keinerlei Müllprobleme!“ Daher läuft aus Sicht der Jungen Liberalen die Verbotsforderung ins Leere. Statt immer neuer Verbote wollen die Mannheimer JuLis strukturelle Verbesserungen der Gesamtsituation. Emanuel Kollmann schlug deshalb vor: „Die vorhandenen Mülleimer müssen in einem besseren Rhythmus geleert werden. Außerdem müssen Behälter installiert werden, in denen man die heiße Asche entsorgen kann. So wird man auch den Anliegen der umliegenden Anwohner gerecht.“ ist sich der Jungliberale sicher. Die Neckarwiesen müssen als idyllisches Naherholungsgebiet für die Neckarstadt und die Innenstadt erhalten bleiben. Darin sieht der Kreisverband auch einen wichtigen Standortvorteil.

Warnung vor weiteren Verboten

Für die Mannheimer JuLis ist auch klar, dass ein Grillverbot immer nur der erste Schritt für weitere Einschränkungen der Bürgerfreiheit ist. „Wenn wir zulassen, dass auf immer mehr Grünflächen das Grillen verboten wird, gibt es bald überhaupt keine Grillmöglichkeiten mehr. Besonders für weniger gut situierte Mannheimer Bürgerinnen und Bürger, die keinen Garten haben, muss es öffentliche Grillflächen geben.“ betonte JuLi-Pressesprecher David Hergesell und führte weiter aus: „Wir wollen die Grillfreunde auch nicht quer durch die Stadt schicken. Ein Grill ist meist so unhandlich, dass nur Autobesitzer die Möglichkeit hätten auf andere Grillflächen auszuweichen. Das wäre sozial unfair und reine Klientelpolitik für konservative Wählerschichten.“ richtete David Hergesell an die Verfechter eines Verbots und wies auf die anstehenden Wahlen hin: „Es wird immer deutlicher: Die CDU hat längst in den Wahlkampfmodus geschaltet. Wir Junge Liberale werden das den Konservativen nicht durchgehen lassen! Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass parteipolitische Scharmützel nicht auf dem Rücken der Jugend ausgetragen werden!“